Wahlkriterien

Unsere Argumente zu Wahl& Co
1. Verkehrsaufkommen
2. Emissionen
3. Schulwegsicherheit
4. Ortsbild
5. Lärmgutachten
6. Arbeitsplätze
7. Gewerbesteuern
8. Gewerbeflächen
9. Gewerbevielfalt
10. Alternativen


1. Verkehrsaufkommen
250 zusätzliche LKW-Bewegungen am Tag bedeuten eine erhebliche Mehrbelastung für Steinhagen. Das sind aber nur die 40-Tonner, die Anzahl der kleinen Lkw zur Unterverteilung fehlt. Klar ist aber: Verkehr rund um die Uhr.
Es wäre naiv zu glauben, dass sich die riesigen Hochregallager ohne Beeinträchtigung der Bevölkerung füllen und leeren. Angekündigt sind 250 LKW Bewegungen pro Tag, das bedeutet 125 LKW fahren die Spedition an, den Plänen ist aber zu entnehmen, dass 160 Ladestellen, 221 Wechselbrückenstellplätze und 78 LKW Parkplätze vorgesehen sind. Für uns sieht das erst einmal nach erheblich mehr LKW-Bewegungen, als angekündigt aus.
Die Firma Wahl&Co verspricht zwar, dass 30 ihrer LKW den neusten EU-Richtlinien entsprechen, aber nicht alle Fahrzeuge sind im eigenen Besitz, vielen Subunternehmern werden Steinhagen mit den „alten Dreckschleudern“ anfahren.

2. Emissionen
Zusätzlicher Verkehr führt immer auch zu mehr Emissionen. In Kombination der A33, ist eine erheblichen Mehrbelastungen durch Schall- und Feinstaubemissionen zu befürchten.
Der zusätzliche Verkehr wird, in Kombin
ation mit der A33 zu einer erheblichen Mehrbelastungen durch Schall- und Feinstaubemissionen führen. Und dies nicht nur am Tag sondern auch in der Nacht, denn eine Spedition ist ein 24h- Betrieb. 
Besonders an den Ampeln auf der Rampe der Bielefelder Straße wird erheblich mehr Lärm, durch am Berg anfahrende LKW entstehen.

3. Schulwegsicherheit
Auf den 1,5 Km zur Autobahn kommt es zu einer permanenten Gefährdung unserer Schülerinnen und Schüler, denn die LKWs kreuzen gleich dreimal die wichtigsten Schulwege (und Radwege) vom Norden Steinhagens zum Schulzentrum. Wir haben in den letzten Jahren viel Energie darauf verwendet, die Schulwege sicher und attraktiv zu gestalten. Diese Bemühungen wären in deisem Teil der Gemeinde b´vergebens, denn niemand kann den Eltern mit ruhigem Gewissen empfehlen ihre Kinder über diesen „Schulweg zu schicken. Also doch wieder ins Auto und in den Stau vor den Schulen gestellt!
Auch die Verbindung vom Bahnhof Bielefelder Straße ins Dorf wird durch die vielen kreuzenden LKWs für Fußgänger und Radfahrer unattraktiv bis gefährlich. Das macht unser Bemühen, mit dem Klimaschutzkonzept, ÖPNV und Radverkehr zu fördern zu einer Pharse.

4. Ortsbild
Die Autobahn zerreißt heute schon das Gemeindegebiet. Die Trennung wird durch den über 300 Meter langen und in Teilen 30 Meter hoch geplanten Hallenkomplex endgültig besiegelt.
Die gigantische Dimension der Planung sind für die Meisten also gar nicht einzuschätzen. Der geplante Hallenkomplex soll mehr als 300 Meter lang sein und drei Hochregallager von 30m Höhe umfassen, das ist 2 Meter höher als dieser Kirchturm. Das sind Dimensionen wie im Ravennapark in Halle und dass mitten im Ort. Die geplanten Gebäude sind absolut ortsbildprägend, sie trennen die Ortsteile Steinhagens. Wer in Zukunft den Teutoburger Wald sehen will, muss schon hin fahren.

5. Lärmgutachten
Es fehlen aussagekräftige Lärmgutachten, die die zusätzliche Belastung durch den Schall zum Lärm der A33 addiert, das Anfahren auf den Rampen und auch den Reflexionsschall an den Gebäuden in Richtung Dorf berücksichtigt.

6. Arbeitsplätze
Dass 300 Arbeitsplätze geschaffen werden, ist ein Märchen, denn die Arbeitsplätze gibt es doch bereits. Es handelt sich hier um eine Umsiedlung und nicht um ein Neugründung. Die Angestellten werden mitgebracht. Zuwächse sind allenfalls langfristig zu erwarten.
Allgemein gilt aber für die Logistikbranche, dass die Löhne und die Qualifizierung im unteren Segment zu finden sind. Gerade die Logistikbranche steht unter großem Konkurrenz- und Kostendruck, der unter anderem durch größtmögliche Automatisierung abgefangen wird. Das erste Firmeninteresse ist also nicht die Schaffung, sondern die Reduzierung von Arbeitsplätzen. Die Kommissionierer sind meistens nur angelernte Hilfskräfte und LKW Fahrer samt Lastwagen werden gerne von osteuropäischen Subunternehmen angemietet.

7. Gewerbesteuern
Eine Fokussierung auf Gewerbesteuereinnahmen und Wachstum greift zu kurz. Die zu erhofften Gewerbesteuern werden nicht sofort fließen sondern erst in Jahren.

Wahl&Co zahlt nach eigenen Angaben 1Mio € Gewerbesteuern in Bielefeld, davon sollen 90% in Steinhagen gezahlt werden. Das entspricht einer Summe von ca. 780 000€. Fällig wenn auch Gewinne erwirtschaftet werden als frühestens nach der Fertigstellung der neuen Betriebsstätte, also in ca. 15 Jahren.

8. Gewerbeflächen
Geeigneten Gewerbeflächen für Erweiterungen und Neuansiedlungen sind knapp. Das Gelände ist unser Filetstück und sollte behutsam entwickelt werden. Es an ein großes
Unternehmen zu geben, verschärft nur die allgemeine Flächenknappheit.

Steinhagen ist immer auf der Suche nach geeigneten Gewerbeflächen für Erweiterungen und Neuansiedlungen. Nach der Ausweisung des Gewebegebiets Brockhagen, ist mit Genehmigungen weiterer Flächen, durch die Bezirksregierung, nur in Ausnahme zu rechnen. Die zusätzliche Ausweisung der Hofstelle Detert als Industriegebiet wäre so eine Ausnahme, die dann aber auch dazu führt, dass wir garantiert für die nächsten 15 Jahre nichts mehr zu erwarten haben.
Wie will die Verwaltung dann auf Anfragen heimischer Unternehmen reagieren? Im schlimmsten Fall würde das dann zu Abwanderung produzierender Betriebe führen. Siehe Wahl&Co in Bielefeld.

9. Gewerbevielfalt
Nur die Ansiedlung mehrerer Unternehmen und Betriebe, verschiedener Größe und Branchen, führt zu eine Stärkung für den Wirtschaftsstandort Steinhagen. Wenige große Unternehmen führen in die Abhängigkeit.
Nach der Ausweisung des Gewebegebiets Brockhagen, ist mit Genehmigungen weiterer Flächen, durch die Bezirksregierung, nur in Ausnahme zu rechnen. Die zusätzliche Ausweisung der Hofstelle Detert als Industriegebiet wäre so eine Ausnahme, die dann aber auch dazu führt,
dass wir garantiert für die nächsten 15 Jahre nichts mehr zu erwarten haben.
Laut aktueller Zahlen der Pro Wirtschaft GT liegt die Steinhagener Wirtschaft mit ihren Umsätzen an zweiter Stelle im Altkreis Halle auf Rekordniveau. Als Gründe dafür werden das starke produzierende Gewerbe und die geringe Fluktuation unter den 850 Gewerbebetrieben genannt. Wir sollten also auch in Zukunft nachhaltig und gezielt planen, um auch weiterhin zukunftssicher aufgestellt zu sein.

10. Alternativen
Wir möchten die Fläche behutsam und ökologisch entwickeln. Dafür müssen wir ein Konzept entwickeln, das für Steinhagen nachhaltig und verträglich ist. Das führt langfristig zu einer stabilen
Wirtschaft und Einnahmen.
Ein Branchenmix aus Unternehmen unterschiedlicher Größe verringert das mögliche Risiko von Steuerausfällen und bietet ein breites Spektrum an Arbeits- und Ausbildungsplätzen für unsere Jugend.
Innovative junge Unternehmen bieten Arbeitsplätze für zukunftsfreudige Menschen und ihre Familien.
So wird der Wirtschaftsstandort Steinhagen gestärkt, werden Arbeitsplätze dauerhaft geschaffen und Gewerbesteuereinnahmen gesichert, ohne die Steinhagener Bürgerinnen und Bürger über Gebühr zu belasten.

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