Perspektiven für den Wirtschaftsstandort Steinhagen

Steinhagen ist immer auf der Suche nach geeigneten Gewerbeflächen für Erweiterungen und Neuansiedlungen, und die sind knapp. Durch die gegebenen Rahmenbedingungen wie Lage und Erschließungsaufwand hat sich das „Detertgelände“ als unser Filetstück erwiesen.


Wenn wir diese Fläche an ein einzelnes großes Unternehmen vergeben, wird die allgemeine Flächenknappheit verschärft. Somit hätten ortsansässige Unternehmen keine Chance sich zu vergrößern.
Wie will die Verwaltung dann auf Anfragen heimischer Unternehmen reagieren? Im schlimmsten Fall würde das zur Abwanderung produzierender Betriebe führen.
Viele Arbeitsplätze für Steinhagen würden verloren gehen!

Die „Hofstelle Detert“ eignet sich hervorragend als Gewerbegebiet, sollte aber behutsam und ökologisch entwickelt werden.

Laut aktueller Zahlen der Pro Wirtschaft GT liegt die Steinhagener Wirtschaft mit ihren Umsätzen an zweiter Stelle im Altkreis Halle auf Rekordniveau. Als Gründe dafür werden das starke produzierende Gewerbe und die geringe Fluktuation unter den 850 Gewerbebetrieben genannt. Wir sollten also auch in Zukunft nachhaltig und gezielt planen, um auch weiterhin zukunftssicher aufgestellt zu sein.

Ein Branchenmix aus Unternehmen unterschiedlicher Größe verringert das mögliche Risiko von Steuerausfällen und bietet ein breites Spektrum an Arbeits- und Ausbildungsplätzen für unsere Jugend.
Innovative junge Unternehmen bieten Arbeitsplätze für zukunftsfreudige Menschen und ihre Familien.
So wird der Wirtschaftsstandort Steinhagen gestärkt, werden Arbeitsplätze dauerhaft geschaffen und Gewerbesteuereinnahmen gesichert, ohne die Steinhagener Bürgerinnen und Bürger über Gebühr zu belasten.
Schließlich ist Steinhagen als familienfreundliche Kommune ausgezeichnet und zertifiziert. Diesen Standard wollen wir doch alle erhalten. Dazu gehören u.a. sichere Schulwege und Lebensqualität für die Menschen in Steinhagen.

Deshalb sind wir für die Ansiedlung von Unternehmen, die zu Steinhagen passen und uns langfristig weiterbringen. Speditionen und Logistiker gehören an dieser Stelle, mitten im Dorf, nicht dazu.

2 Kommentare

  1. Jörn Wahl-Schwentker

    Warum schreiben Sie „Fläche an ein einzelnes großes Unternehmen vergeben“? Es bleibt doch noch neben der Wahl & Co Fläche Platz für ein Gewerbegebiet, das doppelt so groß ist, wie die Fläche, die die Steinhagener Unternehmen als Bedarf für die nächsten Jahrzehnte gemeldet haben. Das Schreckens Szenario mit abwandernden Steinhagener Betrieben passt doch gar nicht.

    Steuerausfälle würde es aber bei dem Verzicht auf die Ansiedlung von Wahl & Co auf jeden Fall geben, weil die Fläche erst viele Jahre später entwickelt werden dürfte und dann die Steuereinnahmen interkommunal mit den Nachbargemeinden geteilt werden müssten (gem.Landesentwicklungsplan der rot/grünen Landesregierung).
    Kennen Sie einen Betrieb, der sich ebenso ökologisch verantwortungsvoll verhält wie Wahl & Co?

    Antworten
    • Detlef Gohr

      Es ist sehr fraglich, dass die Restfläche uns in absehbarer Zeit überhaupt zur Verfügung gestellt wird, denn mit der Ausweisung der von Ihnen benötigten 15 ha ist unser Kontingent an Gewerbeflächen mehr als ausgeschöpft.
      Dass Ihr Betrieb sich bemüht, möglichst ökologisch verantwortungsvoll zu verhalten, stellen wir nicht in Abrede, aber das deutlich erhöhte Verkehrsaufkommen und die damit verbundenen Belastungen können Sie einfach nicht weg diskutieren. Die Ansiedlung am angestrebten Standort, ist für Steinhagen tatsächlich ein Schreckens Szenario.

      Antworten

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