Mobilität

Vorfahrt für den Radverkehr

GRÜN IST

  • ein regional übergreifendes und barrierefreies ÖPNV Konzept
  • besser getaktete Bus- und Bahnverbindungen
  • Tarife vereinfachen und Preise senken
  • Radwegenetz ausbauen
    • vor allem an der Bielefelder- und Bahnhofstraße
    • Radfernschnellwegen z.B. entlang der B68
    • mehr Radfahrstraßen ausweisen
    • Radwege barrierefrei gestalten
  • mehr und bessere Fahrrad-Stellplätze
  • Verkehrslärm verringern
  • Schwerlastverkehr im Ort vermeiden

Bus und Bahn zukunftsfähig entwickeln

Mobilität muss klimafreundlich, sozial gerecht, sicher und preiswert sein. Bisher werden in NRW lediglich 8,5 Prozent der Wege mit Bus und Bahn zurückgelegt.

Das Mobilitätsverhalten der SteinhagenerInnen wird entscheidend durch den ländlichen Raum geprägt. Das Rückgrat des öffentlichen Verkehrsnetzes bilden der “Haller Willem” und die Busverbindung von Halle nach Bielefeld. Als Ergänzung dient das AST (Anruf-Sammeltaxi)- Angebot, das den ÖPNV bis in die Wohngebiete führt. Aber die Anbindung an die umliegenden Städte (Gütersloh und Bielefeld) muss verbessert werden. Zu geringe Taktung und zu hohe Preise verhindern den Umstieg vom Auto auf den ÖPNV. Das 9 Euro Ticket hat gezeigt, dass die Nutzungsnachfrage des ÖPNV sehr hoch ist.

Wir verlangen noch mehr Angebote an umweltfreundlichen Verkehrsmitteln wie Rufbusse oder Sharing-Angebote für Autos, Fahr- und Lastenräder und dessen Vernetzung, nur so erreichen wir mehr Flexibilität und senken individuelle Kosten.

Vorfahrt für den Radverkehr

Um die gesteckten Klimaziele zu erreichen, ist es notwendig, den Radanteil am Gesamtverkehr in Steinhagen deutlich zu steigern. Ein gut ausgebautes Radwegenetz ist Voraussetzung dafür. Nur wer schnell und sicher von A nach B kommt, wird das Rad auch regelmäßig nutzen. Dabei sind auch kreative Lösungen erforderlich.

Das aktuelle Radverkehrskonzept und das beantragte Konzept für den innergemeindlichen öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sind wichtige Schritte zur Verbesserung der Mobilität, reichen aber bei weitem nicht aus.

Die Fahrrad-Problemzone Woerdener/Bielefelder Straße ist als Autobahnzufahrtsstraße Landessache. Die aktuelle Planung zur Sanierung der Straße wird den Anforderungen jedoch in keinster Weise gerecht. Daher haben wir uns von dieser Planung ganz klar distanziert.

Für Steinhagen ist diese Straße in erster Linie kein Autobahnzubringer, sondern eine von Fußgängern und Radfahrern viel genutzte Hauptachse für die täglichen Besorgungen. Zudem ist die Bielefelder Straße als Schulweg ausgewiesen und damit eine von Kindern und Jugendlichen sehr häufig genutzte Strecke. Die massive Zunahme des Pkw- und Schwerlastverkehrs im gesamten Ortsverlauf macht es für diese Gruppe der Verkehrsteilnehmer immer schwieriger die gewohnten Wege sicher zu nutzen.

Die Sicherheit der Fahrradfahrer und Fußgängern liegt uns hier besonders am Herzen, wir fordern einen umfassenden Ausbau der Woerdener und Bielefelder Straße mit einer Verkehrsplanung, die alle VerkehrsteilnehmerInnen berücksichtigt und nicht nur die der AutofahrerInnen. Dies schließt auch eine Schaffung und Anbindung an überregionale Radfernschnellwege z.B. der B68 mit ein.

Innerorts fehlen in Steinhagen durchgehende Fahrradachsen mit einer einheitlichen Infrastruktur, Fahrradstraßen mit einer Priorisierung des Radverkehrs und Fahrrad-Stellplätze. Zum Schutz aller VerkehrsteilnehmerInnen, fordern wir Geschwindigkeitsbegrenzungen für den motorisierten Verkehr. Auch begleitende Serviceangebote, wie Lufttankstellen, E-Bike Ladestationen und überdachte Fahrradstellplätze machen den Radverkehr attraktiver.

Lärmschutz liegt uns am Herzen

Durch den Anschluss an die A33 ist das Verkehrsaufkommen in Steinhagen, vor allem auf der Bielefelder Straße, enorm gestiegen. Im Berufsverkehr ist sie schon jetzt überlastet. Lärm, Abgase und Stau belasten die Bevölkerung. Wir brauchen dringend neue Lösungen für die Bielefelder Straße, damit das dortige Verkehrsaufkommen reduziert wird.

Wir wollen laufend prüfen lassen, ob die umgesetzten Lärmschutzmaßnahmen der Gemeinde Steinhagen ausreichend sind. Die Belastung rund um die A33 darf nicht als gegeben hingenommen werden. Auch wenn es schwierig durchzusetzen ist, brauchen wir besseren Immissionsschutz durch Geschwindigkeitsbegrenzungen. Wir fordern Tempo 30 auf der Woerdener und Bielefelder Straße und sind daher dem Bündnis „Lebenswerte Städte durch angemessene Geschwindigkeiten“ beigetreten. Dieses Bündnis setzt sich für die rechtlichen Voraussetzungen ein, dass Kommunen Tempo 30 als Höchstgeschwindigkeit innerorts anordnen können, wo sie es für notwendig halten. Derzeit legt der §45 der Straßenverkehrsordnung – ein Bundesgesetz – fest, dass Tempo 30 nur bei konkreten Gefährdungen bzw. vor sozialen Einrichtungen wie beispielsweise Kitas und Schulen angeordnet werden kann. 

Der Ausbau der Bielefelder und Bahnhof Straße muss mit dem Ziel der Verkehrsberuhigung erfolgen. Schwerlastverkehr hat im Dorf nichts zu suchen! Die Beschilderung auf der A33 Richtung Harsewinkel muss geändert werden. Wir setzen uns dafür ein, dass der Schwerlastverkehr nach Harsewinkel über die Abfahrt Halle geführt wird.

Weitere Infos zum Thema
ÖPNV in Steinhagen
Anruf-Sammel-Taxi
Deutschlandtakt
Lebenswerte Städte


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