Bericht aus dem Bauausschuss

Erschließung des neuen Wohngebietes an der Riegestraße.

Auf Grund der zunehmenden Starkregenereignisse wir die Entwässerung eines Baugebiets oft zu einem der zentralen Themen. Die Regenwasserkanäle können die Oberflächenwasser der hochversiegelten Flächen nicht mehr fassen. Es kommt zu Überflutung der Straße. Andererseits führt die geringe Versickerungsrate zum Absinken des Grundwasserspiegels.

Das Büro Röver stellte Varianten eines Entwässerungskonzept vor.
Die erste vorgestellte Variante sah eine oberflächennahe Versickerung eines Teils des Baugebiets auf einer angrenzenden Wiese vor. Die Regenwasserkanäle wären entlastet und das Wasser könnte im Boden versickern. Die sicherlich ökologischte Variante ist leider aus naturschutzfachlichen Gründen nicht umsetzbar. Die  angrenzende Wiese hat als Feuchtwiese schon jetzt einen hohen ökologischen Wert. Eine Veränderung der ökologischen Verhältnisse ist nicht wünschenswert.

Die zweite Variante sieht eine oberflächennahe Versickerung im Norden des Baugebiets vor, eine unterirdische Versickerung im Westen des Baugebiets und offene Gräben (Rigolen) entlang der Straße.

Wir haben dieser Lösung zugestimmt, da auch in dieser Variante die Versickerung Priorität vor Abtransport des Oberflächenwassers hat.

Standardmäßige Begehung von potentiellen Bauflächen mit Verwaltung, Politik und Anliegern.

Antrag der CDU-Fraktion
Diesem Antrag haben Bündnis 90/die Grünen nicht zugestimmt. Die Begehung eines Plangebietes ist und war immer schon Teil der Ausschussarbeit. Zudem können und konnten weitere Ortsbegehungen jederzeit im Ausschuss oder von der Ausschussvorsitzenden (Frau Dr. Frentrup, CDU) angeregt werden. Eine Begehung, wie von der CDU vorgeschlagen, vor einer ersten groben Planung halten wir nicht für zielführend. Es sollten zumindest die Fragen was soll geplant werden und wie soll geplant werden geklärt sein, bevor darüber diskutiert werden kann. Zudem ist eine weitreichende  Beteiligung der Öffentlichkeit im Planverfahren zwingend vorgeschrieben. Das diese auch gut funktioniert hat der Bebauungsplan Ahmshausener Straße Nord gezeigt. Das Herausarbeiten von Konfliktpotentialen ist zunächst mal Aufgabe der Fachplaner, die sich i.d.R. auch mit den Anliegern das Gespräch suchen. Die Fachplaner sollten auch zunächst Lösungsmöglichkeiten im Rahmen der gesetzte aufzeigen.

Einladung eines Experten für ökologisches, nachhaltiges Bauen

Antrag der CDU-Fraktion
Dieser Antrag hat uns etwas erstaunt. Wurde doch sowohl im Bauausschuss als auch in allen anderen Ausschüssen, in denen über Bauvorhaben beraten wurden, ökologische Standards diskutiert. Im Rahmen der Machbarkeitsstudie zu dem Baugebiet Detert hat das Planungsbüro Zero Emission sowohl schriftlich als auch mündlich in Workshops darüber ausführlich informiert. Nichtdestotrotz kann es nicht Schaden immer mal wieder auf den neusten Stand gebracht zu werden. Daher haben wir diesem Antrag zugestimmt.

Bündnis 90 / die Grünen legen aber Wert auf einen unabhängigen, neutralen Experten. Das Land NRW stellt über die Kommunal Plattform und über die Energieagentur NRW Stickwort „Energieeffizienzexperten“ kostenlos Fachleute zur Verfügung, die im Ausschuss informieren. Eine Zusammenarbeit mit den Steinhagener Umwelt- und Klimaschutzberaterin halten wir für empfehlenswert.

Bau eines Fußweges zwischen Waldbadstraße und Bahnübergang an der Bielefelder Straße.

Ein weiterer Antrag der CDU-Fraktion:
Dieser Antrag wurde von allen Fraktionen abgelehnt. Dafür gab es mehrere Gründe. Zum einen ist die Gemeinde nicht im Besitz benötigter Flächen. Zum anderen sollte der Rad-Fußweg mit dem Neubau der Bielefelder Straße zusammen geplant werden. Die Realisierung eines Fußweges über den Bahnübergang hinaus sieht die Verwaltung als unrealistisch an.

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